Amonium, auch Bäckerammonium genannt (chemisch Ammoniumhydrogencarbonat, NH₄HCO₃), ist ein traditionelles Backtriebmittel, das in der Konditorei seit Jahrhunderten geschätzt wird. Besonders bei flachem, kleinem Gebäck sorgt es für die typische Textur und Optik. Auch wenn es teilweise durch Backpulver ersetzt wird, bleibt es in vielen klassischen Rezepten unverzichtbar.
Beim Backen zersetzt sich Amonium durch Hitze in Kohlendioxid, Ammoniak und Wasser. Diese Gase lockern den Teig auf, bilden unregelmäßige Poren und erzeugen eine leichte, bröselige Struktur. Der Geruch von Ammoniak ist im rohen Teig spürbar, verfliegt jedoch bei ausreichender Backzeit vollständig, sodass er im fertigen Gebäck nicht wahrnehmbar ist.
Spezifische Textur – Amonium erzeugt kleine und größere Poren, die dem Gebäck seine charakteristische Leichtigkeit verleihen.
Authentisches Aussehen – die leicht unebene Oberfläche passt perfekt zu traditionellen Sorten wie Lebkuchen oder Ingwerkeksen.
Intensives Aufgehen – Amonium lockert dünne Teigformen oft stärker als normales Backpulver auf.
Sichere Zusammensetzung – bei richtiger Anwendung bleiben nach dem Backen keine Rückstände von Ammoniak oder anderen Stoffen zurück.
Amonium eignet sich besonders für flache, niedrige Gebäcke. Typische Anwendungen sind:
Lebkuchen
Linzer Gebäck
Ingwerkekse
Sargförmiges Gebäck
Waffeln und Kekse
Für hohe Kuchen, Torten oder Gugelhupf ist Amonium nicht geeignet, da die Gase dort nicht vollständig entweichen und ein unangenehmer Geruch entstehen könnte.
Empfohlene Menge: etwa 20 g pro 1 kg Mehl. Am besten direkt ins gesiebte Mehl einarbeiten, damit es sich gleichmäßig verteilt. Achten Sie auf ausreichende Backzeit und Temperatur, damit alle Gase entweichen; sonst können Ammoniakspuren zurückbleiben.
Amonium wird in der Konditorei seit dem Mittelalter verwendet. Früher als Hirschsalz bekannt, wurde es aus Hörnern und Geweihen gewonnen. Heute wird es industriell hergestellt, doch Wirkung und Prinzip sind gleich geblieben. In vielen Familienrezepten sorgt Amonium noch immer für die vertraute Konsistenz und den Geschmack.
Backpulver – vielseitiger und für höhere Kuchen geeignet, erreicht aber nicht dieselbe Bröseligkeit bei flachem Gebäck.
Hefe – ideal für Hefeteige; wirkt über Fermentation und nicht wie chemische Triebmittel.
Amonium – erste Wahl für dünnes, trockenes und bröseliges Gebäck mit traditionellem Aussehen und Struktur.
Teig mit Amonium nicht lange stehen lassen – der Ammoniakgeruch kann sonst unangenehm werden.
Fertiges Gebäck nach dem Backen gut auskühlen und lüften.
Luftdicht lagern, damit die Knusprigkeit mehrere Wochen erhalten bleibt.
Amonium – Bäckerammonium – ist ein einzigartiges Triebmittel, das vielen traditionellen Gebäcken ihre typische Struktur und ihr Aussehen verleiht. Richtig dosiert und ausreichend durchgebacken liefert es authentisches Gebäck mit charakteristischer Bröseligkeit und Leichtigkeit.
Ob Lebkuchen, Linzer Gebäck oder sargförmiges Gebäck – mit Amonium erzielen Sie das Ergebnis, das Generationen von Konditoren kannten und schätzten.
Das Paket enthält: 30 g
Lebensmittelzusatzstoff E503 (ii), "Bäckerhefe".
Tschechische Republik
| Kategorien: | Hefe und Backtriebmittel |
| Hausgemachtes Gebäck | |
| Hersteller | Kovandovi |
| EAN | 8594037360777 |
| Produktnummer | 360777 |